Die richtige Kleidung für das Haus

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1. Gemisch aus Bindemittel, Zuschlagsstoffen und Wasser, mit dem Außenwände zum Schutz gegen Witterungs-einflüsse und zur Herstellung eines angenehmen Erscheinungs-bildes verputzt werden.

2. (veraltet) Zierkleidung, um den Status einer Person in der Gesellschaft zu erhöhen oder sichtbar darzustellen.

Strukturenvielfalt

Edelkratzputz

Eine Besonderheit unter den mineralischen Putzen ist der Edelkratzputz. Denn während bei den zuvor genannten Putzen die Körnung von einem Bindemittelfilm umgeben ist und so ein quasi gestrichener Eindruck entsteht, bietet der Edelkratzputz die Möglichkeit, unterschiedlichste Körnungen frei an der Oberfläche zu präsentieren. So ist es auch möglich, durch farbige Zuschläge oder durch den Einsatz des im Sonnenlicht glitzernden Minerals Glimmer faszinierende Oberflächen zu gestalten. Mit feinen Körnungen lässt sich mühelos die von vielen Architekten heute geforderte feine, gleichmäßige Oberfläche herstellen. Bei gleicher Korngröße wirkt ein Edelkratzputz gleichmäßiger und ruhiger als ein Scheibenputz.

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Rillen- / Reibeputz

Rillen- / Reibeputz wird zunächst in Kornstärke auf den Untergrund aufgebracht und anschließend durch Reiben mit einem Kunststoffglätter strukturiert. Die Kornstärke bestimmt die Strukturtiefe, durch unterschiedliche Reibebewegungen – waagerecht, senkrecht, rund oder diagonal – können unterschiedliche Oberflächen erzielt werden.

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Filzputz

Besonders homogene Flächen lassen sich mit einem Filzputz erzielen. Er besteht zumeist aus Kalkmörtel mit einem besonders feinen Zuschlag. Durch Abreiben mit einem angefeuchteten Filzbrett erhält die Oberfläche ihre glatte Struktur. Filzputz eignet sich daher besonders gut für kleine Flächen oder zur Betonung von Bauteilen wie Fensterfaschen.

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Scheibenputz

Scheibenputz ist leicht zu verarbeiten, schnell strukturierbar und gehört daher zu den am häufigsten anzutreffenden Putzoberflächen. Die Körnungen reichen von ca. 1,5 mm bis zu 4 mm. Das Material wird in Kornstärke auf den Untergrund aufgetragen. Durch anschließendes »Verscheiben« mit einem Kunststoffglätter oder EPS-Brett entsteht die charakteristische Korn-an-Korn-Struktur.

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Spritzputz

Spritzputz, früher mit einem Reisigbesen oder einer Putzleier aufgebracht, kann heute auch maschinell verarbeitet werden. Er wird durch zwei- oder mehrmaliges Aufspritzen eines feinkörnigen, dünnflüssigen Mörtels hergestellt. Die Struktur ist körnig und wird bestimmt durch die Kornstärke des Materials. Es entsteht ein lebhafter Eindruck durch Licht- und Schattenwirkung.

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Besenstrichputz

Der Besenstrichputz, bei gründerzeitlichen Wohnhäusern gerne zur Gliederung und für Sockelzonen eingesetzt, erfuhr erst kürzlich eine Renaissance. Dabei wird ein dickschichtiger mineralischer Oberputz in zwei Lagen von je 2 bis 3 mm Dicke aufgetragen und noch im frischen Zustand mit einem Straßenbesen horizontal gestrichen. Das Ergebnis ist eine geometrisch anmutende, kraftvolle und zugleich filigrane Reliefstruktur, die sich hervorragend mit einer modernen Architekturgestaltung kombinieren lässt.

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Referenzobjekte

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